Kirche zieht positive Bilanz

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Sina Lehmann | 04.10.2017

Projektorganisatoren freuen sich über den Erfolg

Kirche zieht als größter Veranstalter auf der Gartenschau positive Bilanz

Nach 149 Tagen ist am 24. September die Landesgartenschau in Apolda zu Ende gegangen. Die Organisatoren des kirchlichen Auftritts zeigen sich mit der Resonanz sehr zufrieden. "Gottes Gartenhaus, unser gläserner Pavillon mit Rundumblick in die Natur, wurde von den Besuchern begeistert aufgenommen!" freut sich Sina Lehmann, die zweieinhalb Jahre lang das Projekt vorbereitete. "Die offene und transparente Atmosphäre in diesem Haus wurde von vielen als etwas ganz besonderes gelobt."

Mit mehr als 620 Veranstaltungen - Andachten, Gottesdiensten, Konzerten, Kleinkunst, Workshops mit Schülern und Erwachsenen - zählt die Kirche zum zahlenmäßig größten Veranstalter der ganzen Schau. Täglich drei mal läuteten die Glocken zum geistlichen Impuls, den viele Besucher als wohltuende, besinnliche Pause auf dem langen Rundgang zu schätzen wussten. Insgesamt kamen rund 12.500 Gäste zu den Veranstaltungen an Gottes Gartenhaus. "Dabei sind diejenigen, die den Einführungen über Bibelpflanzen gelauscht haben, eine Weile sitzengeblieben und nette Gespräche geführt haben oder sich in unsere begehbare Kreuzskulptur hineingestellt haben, nicht einmal mitgezählt", führt Sina Lehmann aus.

Jede der 21 Wochen wurde von einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung individuell ausgestaltet. Da kamen Chöre und Musiker, stellten diakonische Werke ihre Arbeit vor, feierten Jugendliche eine fröhliche Erlebnisandacht. Das Kirchenmotto "ganz nah" war dabei wie ein roter Faden. Neben den evangelischen Gemeinden aus der Region, wirkten u.a. auch die Katholische Gemeinde, die Landeskirchliche Gemeinschaft sowie die Diakonie Mitteldeutschland mit. Die Angebote boten viel Abwechslung: Workshops zu biblischen Pflanzen, die heute noch Verwendung in Küche und Arznei finden oder ein Selbsttest zum ökologischen Fußabdruck sind nur einige Beispiele. Besonders die sonntäglichen Gottesdienste um 12 Uhr unter freiem Himmel erwiesen sich als wahrer Besuchermagnet. Mit Blick auf den Friedensteich und die blühende Natur, begleitet von Vogelgezwitscher und Blätterrauschen ließ sich Gottes Schöpfung hervorragend loben - das fanden auch viele Gemeindeglieder aus Apolda und dem Thüringer Raum.

Große Unterstützung erhielten die Organisatoren von 78 ehrenamtlichen Helfern, die als Gästebegleiter tagtäglich vor Ort waren, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, Liederhefte auszuteilen, die Glocke zu läuten und vieles mehr. Superintendentin des Ev.-Luth. Kirchenkreises Apolda-Buttstädt Bärbel Hertel ist dankbar: "Ohne die engagierten Helfer wäre es uns nicht möglich gewesen, das Projekt so toll umzusetzen. Nur wenn hier auch freundliche Menschen anzutreffen sind, kann ein Funke überspringen, kann die Idee von Kirche und Gemeinschaft vermittelt werden."

Nun ist der Rückbau bereits in vollem Gange. Die beliebten transparenten Stühle aus Plexiglas sind fast vollständig an die Helfer abgegeben worden, Hochbeete und Einrichtung sind verkauft, Gottes Gartenhaus geht an einen privaten Interessenten nach Süddeutschland. 

Titelbild: GG_Abschluss_022